Heute Vormittag waren wir im Museum of Anthropology, das hier auf dem Gelände der UBC steht und ein ganz ganz tolles Museum sein soll.
Wir hatten auch eine Führung von einer indianisch-stämmigen Frau, die dann zu den einzelnen Sachen was erzählt hat. Das war auch gut so, denn es stand fast nix dran...! Da standen ziemlich durcheinander viele verschiedene Sachen von vielen verschiedenen Stämmen - und es stand als Erklärung meistens nur dran, von wann und von wo es stammte, aber nicht, was es war...
Dafür, dass das ein respektvoller Umgang mit indianischer Kultur sein sollte, wurde für meinen Geschmack zu viel einfach auf einen Haufen gestellt. Das krasseste ist ein House Pole (also ne Art Totempfahl, der an einer Hausecke stand), der nicht echt war, sondern für einen Film hergestellt worden war... Insgesamt gab es dort tatsächlich nur mit Führung etwas zu lernen, sonst hätte man nur dagestanden und sich gedacht, ja, aha, ein Pfahl.
Merkwürdig. Kam mir irgendwie alles sehr oberflächlich vor - ist aber vielleicht auch schwierig, ein Museum über Kulturen zu machen, die nichts schriftlich festhalten...? Ich weiss es nicht, aber für meinen Geschmack ist dieses Museum gescheitert.
Geschrieben von Conrad um 29.08.03 23:48 | TrackBack