Eine der schönsten der schon unten erwähnten "charmanten Konsequenzen" aus den Hügeln sind die Cable Cars: nachdem man Anfang des letzten Jahrhunderts gemerkt hat, dass Pferde sich bei den Steigungen nicht sehr gut als Antrieb im ÖPNV eignen (zuviel Verschleiß - ich weiss, makaber), und ein Unternehmer mehr von seinen Stahlseilen verkaufen wollte, hat man sich dieses effektive Transportmittel einfallen lassen.
Witzig ist dann, wenn man einen der Hügel hochfährt, aber am oberen Ende steht ein Kleintransporter. Weil man nicht dran vorbeikommt, wird ein bisschen geklingelt und dann rückwärts den Berg runtergerollt, um dann wenn der Transporter weg ist einen neuen Anlauf den Berg rauf zu nehmen...
Schön ist auch, wie die zwei Leute, die nötig sind, um einen Wagen zu fahren, permanent große Hebel und Pedale bedienen, per Glockengebimmel miteinander kommunizieren und nebenbei noch Fahrkarten einsammeln und Stadtführer spielen.
Die Wagen selbst haben keinen Antrieb, sondern sie klinken sich in ein Kabel ein, das kilometerweit unter der Strasse langläuft. Man hört das Kabel da immer lustig entlangrattern unter den Strassen wo das Cable Car fährt.
Es wird übrigens 6-10mal pro Jahr oder so eins der Kabel ausgetauscht (die nutzen sich schnell ab, weil die Wagen das Kabel beim Anfahren schleifen lassen). Dabei trennen sie dann beide Kabelenden 30m weit auf und weben die Stahlfasern ineinander, um einen geschlossenen Ring zu bilden... klang nach einer ziemlich abgefahrenen Idee für mich.
Geschrieben von Conrad um 24.02.04 07:25 | TrackBack