Ich habe vorhin meine take-home-Klausur abgeschickt... Wie versprochen, hatte die Professorin sie mir gestern morgen zugemailt; ich hatte 48 Stunden Zeit.
Ein merkwürdiges Gefühl: man ist in einer Klausursituation, aber hat sehr viel Zeit dafür - und man wird nur dadurch am Betrügen gehindert, dass die Professorin einen darum gebeten hat.
Natürlich funktioniert das. Und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass das bei praktisch allen (Grad-)Studenten hier funktioniert... Beeindruckend, und irgendwie angenehm (wenn es auch zeitlich vielleicht effizienter gewesen wäre, einfach eine normale Klausur zu schreiben...)
Mal sehen, was draus geworden ist; ein kurzer Vergleich mit Sebastian ergibt, dass er in einer Aufgabe eine Falle mehr gesehen hat als ich - ansonsten waren unsere Ansätze wohl ziemlich gleich...
Heute war der letzte Vorlesungstag an der Uni. Damit ist jetzt bis auf zwei Klausuren und einen Project Report das Semester gelaufen. Das ist so langsam auch gut so...
Diese Woche habe ich zwei Teilvorträge gehalten: am Mittwoch habe ich zusammen mit Sebastian und zwei Kanadiern eine Doppelstunde lang erzählt, warum SL eine Teilmenge von DSPACE[ log^(3/2) n ] ist. Mein Anteil davon war folglich ca. 20 Minuten... Und heute haben wir unser Projekt für Integrated Systems Design vorgestellt (mehr dazu vermutlich später mal), das waren aber nur 15 Minuten insgesamt (wovon ich etwas mehr als die Hälfte gemacht habe).
Morgen fange ich dann an, eine meiner Klausuren zu schreiben: ein "take home exam". Ich bekomme das morgen früh per e-mail und darf es dann 48 Stunden (alleine) bearbeiten - und bis Sonntag Morgen muss es per e-mail wieder abgegeben sein.
Meine zweite Klausur ist am Dienstag vormittag, und dann ist das Semester bis auf den Project Report auch erledigt. Wann wir den schreiben, weiss ich noch nicht so genau, aber da wird sich bis nächsten Donnerstag oder so sicher noch Zeit finden (8 Seiten oder so sollten da auch genug sein).
So sieht's im Moment aus in der Uni...
Nachdem wir heute mit unserer Projektpräsentation fertig waren, meinte Alan (Alan Hu, unser Prof) zum wiederholten Male, dass wir doch ernsthaft darüber nachdenken sollten, unsere Ergebnisse mal zu veröffentlichen... Mal sehen, vielleicht wird ja ein nettes Paper draus :) - stay tuned! (Die Welt erwartet unsere Erkenntnisse sicher schon atemlos...)
Im Moment steht der halbe Campus kopf: es ist "Storm Week". Auf dem Campus findet schon seit einigen Tagen ein etwas merkwürdiger Teamsport-Wettbewerb ("Storm the Wall") statt: 5 Leute machen eine Art Staffellauf mit Schwimmen, Laufen und Radfahren - und überwinden am Ende gemeinsam eine 4 Meter hohe senkrechte glatte Wand.
Das ganze ist etwas schräg, deshalb habe ich mal ein paar Fotos gemacht...
Argl... Ich habe Kopfschmerzen. Aspirin hilft nicht.
Wie kommt's?, fragt sich der motivierte Leser. Die Antwort: heute in CPSC 500, "Funtamentals of Algorithm Design and Analysis", hat sich der Prof 90 Minuten zeitgenommen, um NP zu erklären. Von vorne. Sehr methodisch.
Für nicht-Informatiker: NP ist die Klasse der Sprachen, die von einer nicht-deterministischen Turingmaschine in polynomieller Zeit entschieden werden können. Wenn das jetzt merkwürdig klingt, dann wollt Ihr gar nicht mehr wissen; ansonsten sei an dieser stelle einfach mal auf Wikipedia verwiesen ;)
Darmstädter Informatiker werden die Situation nachvollziehen können: das macht man doch im Grundstudium! Abgesehen davon: ich habe dieses Semester "Complexity of Computation" gehört, und da ging es um sehr viele und meistens kompliziertere Komplexitätsklassen... Den Kram heute hätte ich auch runterbeten können; allerdings hätte ich mir dabei nicht so viel Zeit gelassen ;)
Wenn er wenigstens zum interessanten Part gekommen wäre, also NP-Vollständigkeit und ernsthaftere Annäherungen an die Frage, ob P=NP... aber nein, er hat nur NP eingeführt. Klasse. Ich freu' mich schon auf nächste Woche ;)
Strange things happen. Am letzten Mittwoch habe ich in einem meiner Kurse einen 'Midterm' geschrieben, also eine Zwischenklausur in der Mitte des Semesters. Der lief nicht so gut - ich habe nicht so arg viel hinbekommen und hatte ein absolut mieses Gefühl.
Heute haben wir ihn dann zurückbekommen. Ich habe 93 von 100 Punkten, was laut einem grafischen Notenspiegel, den der Prof angemalt hat, wohl die zweitbeste Klausur war. Wolfgang hat die beste (100 Punkte...) und Markus die drittbeste.
Um das mal klarzustellen, es ist nicht so als ob mein Gefühl völlig falsch gewesen wäre: ich hatte falsche Ergebnisse (wo er wohl viele Punkte auf den überwiegend richtigen Rechenweg gegeben hat), möglicherweise halbrichtige Algorithmen (kommentarlos volle Punkte) und Geschwafel statt Beweisen ("etwas vage", 2 Punkte Abzug). Meine Klausur war wirklich nicht sonderlich gut.
Die Frage ist: was haben all die Anderen verbrochen, damit ich so hoch / sie so niedrig bewertet worden sind?
Im Ernst: wir haben mal Eingeborene gefragt, und erzählt bekommen, dass das E für "Engineering" steht. Ich als Deutscher denke dann natürlich sofort: aha, Engineering, das bin dann ja wohl ich - aber weit gefehlt! Wir sind hier Science. Engineering sind so E-Techniker und Bauingenieure und so ;)
Naja, jedenfalls wissen wir jetzt, auf welcher Seite wir stehen müssen, wenn's um das E geht: malt es BUNT!
Ferien! :)
Zur Mitte des Frühlingssemesters war die Uni großzügig genug, uns eine Woche freizugeben (die nächste nämlich). Das ganze nennt sich dann Reading Week und ist vermutlich dazu da, dass man Dinge liest und/oder lernt.
Erfahrene Kanadier allerdings haben die Weisheit mit mir geteilt, man solle auf keinen Fall was lesen in der Woche, sondern lieber irgendwas unternehmen. Das klingt ja nicht schlecht, und deshalb fliegen wir auch am Dienstag nach San Francisco. Dort werde ich Fotos machen, der Brücke einen schönen Gruß von Ben ausrichten und mich über die Amis wundern :)
"Wir" sind übrigens diesmal zu siebt - vier Deutsche und drei Kanadier.
Wenn irgendwer einen Tip hat, was man sich dort unbedingt ansehen muss, nur her damit :)
Das merkwürdige an dem Ding: es wird ungefähr zweimal pro Monat neu gestrichen. Am Tag, bevor dieses Foto entstanden ist, war es noch Regenbogenfarbig quergestreift. Was man auf dem Foto sieht, ist die normale Farbe.
Wir wissen nicht, wer das Ding immer verquer anmalt. Wir wissen auch nicht, warum die Leute sich die Mühe machen, es immer neu zu streichen, statt es einfach mal abzureissen ;)
Unsere Theorien reichen übrigens von verfeindeten Verbindungen, die einen geheimen Krieg um die Dominanz über das E führen, bis hin zu Prestige- und Budget-Schachzügen verschiedener Fachbereiche ;)
Als indirekte, allerdings kaum unerwartete (nach fast 24 Jahren des Zusammenlebens mit mir selbst kenne ich mich jetzt ganz gut) Konsequenz meines Stundenplans stellt sich mein Schlafrhythmus um...
Um 4 Uhr morgens ins Bett zu gehen und dan um 10 aufzustehen ist auf die Dauer vermutlich nicht Gesund. Deshalb werde ich jetzt in nächster Zeit mal heroische Anstrengungen unternehmen, um zu vernünftigen Zeiten ins Bett zu gehen (also zwischen 1 und 2)! Das Fleisch ist willig (müde bin ich durchaus), aber der Geist ist schwach (ich hab dann einfach noch keine Lust, schlafen zu gehen...).
Drückt mir die Daumen ;)
Das hab ich ja wieder prima hingekriegt ;)
So sieht mein Stundenplan aus:
| Zeit | Montag | Dienstag | Mittwoch | Donnerstag | Freitag |
|---|---|---|---|---|---|
| 8 - 9:30 | |||||
| 9:30 - 11 | |||||
| 11 - 12:30 | |||||
| 12:30 - 2 | |||||
| 2 - 3:30 | 506 | 506 | |||
| 3:30 - 5 | 500 | 513 | 500 | 513 |
500 ist "Fundamentals of Algorithm Design and Analysis",
506 ist "Complexity of Computation" und
513 ist "Integrated Systems"
Integrated Systems ist allerdings falsch benannt, da gehts dann eigentlich um formale Verifikation endlicher Systeme, so dass ich ein sehr theoretisches Semester vor mir habe.
Insgesamt kann man sagen, dass die Auswahl an Vorlesungen nicht so gut ist, wie man es bei einer Nordamerikanischen Uni (mit Studiengebühren und so!) erwarten würde... Ich fand es diesmal schwierig, Kurse zu finden, die mich auch interessieren.
Aufwandsmässig sollte es weniger stressig sein als letztes Semester, und dank weniger und zeitbeschränkter Projekte auch pünktlicher aufhören :)
So, das war's jetzt endlich für dieses Semester (wird auch langsam dringend Zeit!)
Heute morgen konnte ich endlich mal wieder sowas wie ausschlafen (habe von 0:00 bis 10:00 geschlafen). Das war auch gut so, weil ich letzte Nacht überhaupt nicht zum schlafen gekommen war, sondern durchprogrammiert habe.
Das ist auf die Dauer irgendwie nicht gesund, glaube ich (und es ist jetzt fast ne Woche her, dass ich vor 4:00 ins Bett gekommen war, glaube ich).
Aber jetzt ist es alles erledigt, fertig, und vorbei :)
Erinnert mich dran, dass ich mir fürs nächste Semester was einfacheres raussuche!
Heute morgen gegen 5:30 haben wir den final report für HCI ausgedruckt... Damit ist dieses Projekt FERTIG (was ich irgendwie immer noch verblüffend finde ;)).
Two down, one to go: mein Distributed Systems - Projekt, das in Zusammenarbeit mit Markus und Wolfgang entsteht, muss bis Donnerstag fertig werden. Das wird auch nochmal lustig ;)
Wir haben heute unser HCI-Projekt präsentiert (wie alle anderen Gruppen auch) - und wir dürften in der inoffiziellen Kategorie "wer hat the most cheesy music in seinem Video" ziemlich hoch abgeschnitten haben :)
Im Ernst: Jack "the Wizard" hat zwei sehr coole Videos zusammengestrickt und alles lief soweit recht gut; jetzt müssen wir nur noch den Abschlussbericht schreiben (bis nächsten Dienstag), Joanna (der Professorin) das System kurz vorführen und unsere "Peer Reviews" abgeben...
... das ist ein Zettel, auf dem wir $1000 (hypothetische) auf unsere Gruppenmitglieder aufteilen müssen. Auf diesen Aufteilungen (der Anderen) basieren dann 15% meiner Note.
Allgemeine Einstellung inzwischen: "let's get this over with!"
Integrating ACI into the Aspect Sandbox ... gibts hier zum download ;)
Das habe ich gestern Abend für meinen Kurs "Topics in Programming Languages" abgegeben. Da ich zu dem Zeitpunkt dank der HCI-Userstudie schon völlig im Eimer war, kann es sein, dass ich größere sachliche und/oder äußerliche Fehler übersehen habe.
Wer immer genug Interesse / Geduld aufbringt, es durchzulesen, möge mich auf eventuell vorhandene Schnitzer hinweisen :)
Sebastian hat übrigens ebenfalls sein - viel längeres - paper im Netz stehen. Lesenswert!
Gestern war's soweit - wir haben insgesamt 10 leute durch ein 30-Minuten-Programm geschleust. Sie haben kurz unsere Applikation mit den Gesten, die wir getestet haben, vorgestellt bekommen und durften dann eine relativ kurze Liste von Anweisungen durcharbeiten.
Das ganze haben wir auf Video aufgenommen (ich kann jetzt ziemlich locker mit digitalen Videokameras und allen Sorten von Kabeln umgehen, Sound einregeln und mir Sorgen um Beleuchtung machen und so...).
Lustig, insgesamt ;)
Heute habe ich mir dann den Großteil der Videos nochmal angeschaut, um die Fehler aufzuzeichnen, die die Leute gemacht haben (eine der Variablen, die wir untersuchen). Das war schon weniger lustig ;)
Mal sehen, was die Statistiken so ergeben... Unsere Ergebnisse schienen sehr gemischt bis durchwachsen zu sein ;)
Heute war meine letzte Vorlesung für dieses Semester :)
Dann können wir uns jetzt endlich richtig auf die drei Projekte konzentrieren, die in den nächsten 2 wochen fertig werden müssen ;)
Ich hab ja jetzt schon ewigkeiten lang nicht mehr wirklich geschrieben, was ich eigentlich so mache bzw. wie's mir geht, glaube ich...
Also mal ein umfassendes update ;)
Die letzte, heiße Phase des Semesters hat angefangen - in zwei oder drei Wochen müssen alle drei Projekte abgegeben sein. Da ist also noch richtig viel zu programmieren, da muss noch ne Userstudie durchgeführt werden und da müssen noch einige Seiten Text entstehen.
Merkwürdigerweise bin ich sehr viel entspannter als noch vor ein paar Wochen... Das liegt allerdings vermutlich daran, dass eben die _andere_ Arbeit neben den Projekten viel weniger geworden ist. Nächste Woche ist die letzte Vorlesungswoche. Alle Assignments und Abgaben ausser den Projekten habe ich hinter mir. Es wird irgendwie überschaubar zuviel statt unüberschaubar viel zuviel ;)
Ich bin im Moment auch relativ produktiv, und mit dem was ich tue überwiegend zufrieden.
Alles in Allem schaue ich also dem namenlosen Horror, den die nächsten Wochen darstellen werden, gelassen entgegen ;)
Wer genaueres wissen will, kann von mir gerne jede Menge Scheme-Sourcecode um die Ohren gehauen bekommen, den ich in den letzten Tagen geschrieben habe ;)
Heute ist mir was merkwürdiges passiert... Ich habe eine Vorlesung verpennt.
Okay, nicht wirklich verpennt, das war um halb vier, und ich habe zu dem Zeitpunkt nicht geschlafen, sondern Harry Potter gelesen. Aber ich habe die Tatsache, dass ich da noch diesen Kurs habe, einfach völlig vergessen.
Sebastian hat mich dann nach dem Kurs mal angechattet und mir mitgeteilt, dass er mich vermisst habe... mir war bis dahin noch nicht bewusst geworden, dass ich da möglicherweise was vergessen hatte...
Er hat dann gefragt, ob ich denn so im Stress wäre... Eigentlich nicht - im Gegenteil, ich sehe gerade Land bei den meisten Sachen, die ich noch zu tun habe...
Sehr merkwürdig. Ich habe allerdings schon seit gestern mittag leichte, nervige Kopfschmerzen; vielleicht lag's ja daran ;)
Das war heute auf jeden Fall das letzte Mal in diesem Semester, dass ich zwei Veranstaltungen an einem Tag gehabt hätte - also kann's nicht nochmal passieren...
Heute haben wir unseren HCI-Zwischenbericht wiederbekommen (den, an dem wir neulich die ganze Nacht gearbeitet haben). Was stand drauf?
A+
Excellent job!
... also hat sich's doch gelohnt, oder :)
Zwischenbericht: Ich sitze hier grad noch beim HCI-Meeting. Es ist 4:22 morgens, und wir sind inzwischen ziemlich fertig - sowohl mit der Welt als auch mit unserem Bericht, der in 6 Stunden und 38 Minuten abgegeben sein muss ;)
Sowas habe ich für SE nie gemacht... oder?
Hier in Vancouver findet gerade die UIST statt, das ist vermutlich die Top-Konferenz im Bereich Mensch-Computer-Interaktion. Ich hab damit zwar eigentlich nicht viel zu tun, aber heute Abend war ich auf der UBC Demo Reception (kostenlos ;)) und hab mir den Kram angeschaut, den die verschiedenen UBCler so machen... ziemlich cool :)
Da gabs z.B. einen digitalen turntable, also ein komplettes DJ-Set, das für digitale Musik gedacht ist. Gesteuert wird das ganze dann hauptsächlich durch eine Schallplatte, die man halt normal drehen kann und entsprechende Ergebnisse aus dem Lautsprecher bekommt... sehr cool :)
Das Ding hat dann auch Force-Feedback ("haptics"), so dass man spürt was man tut und so... verschiedene DJ-Hilfsmodi etc... Wirklich sehr coole Spielerei.
Etwas anderes lustiges war eine Simulation einer Nadel, die in heterogenes Gel-Material eingeführt wird... Damit sollen dann mal Ärzte trainiert werden. Natürlich auch mit "haptics" und nem witzigen Eingabegerät.
Hat sich auf jeden Fall gelohnt, die 0$ dafür aufzuwenden *g*
So, jetzt muss ich weg: Projekt-Meeting... Und ich dachte, den Stress lass ich in Deutschland zurück... Natürlich nicht ;)
HCI: heute haben wir tatsächlich 4 Leute durch unsere Studie geschleust. Zuerst einen Papierprototypen (also nur Papierstücke auf einem Tisch, der rest war Vorstellungskraft), um die Leute nicht auf "normale" Computerdenkschienen zu bringen. Danach dasselbe Szenario nochmal mit einer Powerpoint-Präsentation auf dem Tabletop-Display, um näher an die Applikation ranzukommen. Als letztes haben wir die Leute noch zu ihrer Meinung zu der aktuell existierenden Applikation befragt, die wir verbessern wollen.
Vorher noch ein Formular unterschrieben, dass sie wirklich teilnehmen wollen, und vorher und nachher noch kurze Fragebögen ausgefüllt, und wieder raus... So sah das für die Teilnehmer aus (Ihr könnt Markus fragen ;)) - für uns war die ganze Organisation etwas komplizierter...
Jedenfalls haben wir den ganzen Kram mit insgesamt 4 Kameras aufgenommen und haben jetzt also ne Menge Videomaterial zum sichten ;)
So, gerade habe ich meinen ersten Vortrag in englischer Sprache gehalten: 30 Minuten Referat über "small groups" und was die Psychologen da so drüber denken.
Und ich scheine es überlebt zu haben! Und ganz schlecht war's glaub ich auch nicht ;)
Hab' ich wohl doch was gelernt in AOOD und SE...?
Merkwürdig... Wenn es in meinem "Topics in Programming Languages"-Kurs um funktionale Programmiersprachen geht, kennt sowas irgendwie praktisch niemand ausser den 4 Deutschen, die da rumsitzen (Sebastian, Sebastian, Georg und ich).
Wir haben wohl ziemlich alle mal was mit Haskell oder LISP gemacht... Die Kanadier alle nicht. Die kannten teilweise wohl nichtmal das Konzept (okay, manche meiner Leser vermutlich auch nicht, aber ihr seid auch keine CS-Grads, oder?!)
Faszinierend. Liegt vielleicht (wie Sebastian meint) daran, dass wir in Deutschland viel mehr Mathe machen (die wissen hier nichtmal, was ne partielle Ordnung ist oder was der Implikationspfeil in der Logik bedeutet =))
Meine Vorlesung heute: basic video, also wie man Videokameras etc. in user studies und sonstigen HCI-Projekten benutzt. Wir sind nämlich verpflichtet, im Zuge unseres Projekts irgendwann mal Leute zu filmen ;)
Das werden wir dann wohl auch nächste Woche gleich mal machen... Low-Fidelity prototyping. Wird spannend!
Mann mann das ist Streß hier grad!
Heute durfte ich mal wieder zwei Zusammenfassungen von Papers abgeben, dann noch ein Programm plus Zusammenfassung meiner Erfahrungen schreiben (für morgen früh), hatte dann noch ein Meeting mit meiner Projektgruppe, habe anschließend noch was für die zusammengeschrieben und muß morgen dann zwischen meinen beiden Kursen noch ein Paper Review tippen...
... das ist grad richtig Arbeit geworden! Was mache ich falsch? ;)
(Mental note to self: im nächsten term mal weniger stressige Sachen auswählen)
Oha, die gehen hier schon anders mit Konferenzen und Papers und so um als in Deutschland... Ich habe heute Kris, einem meiner Profs, ne email geschrieben, in der ich ihn gefragt habe, ob meine Idee für ein Paper (wir müssen eins schreiben für den Kurs) gut ist. Folgendes habe ich zurückbekommen:
Ich glaube aber eigentlich, ganz so perfekt viel Arbeit will ich nicht reinstecken ;)
Wow - wir (=HCI-Projektgruppe) haben uns bei NewMIC getroffen... Ziemlich abgefahren.
Das ganze ist im Harbor Center - hinter dem Link sind brauchbare Fotos. Die Aussicht war auch ziemlich ähnlich (auch wenn die Fotos aus dem Lookout aufgenommen sind, wir waren auch ziemlich hoch)
NewMIC hat da irgendwie ein Stockwerk oder so - und das ist vollgestopft mit hübscher Technik (wie Räumen, in denen auf 4 Wänden 3d-Bilder (mit 3d-Brille) projiziert werden können und Gigabit-Ethernet-Backbones und so'n Kram...) - und eben auch ein user centered design lab, in dem unser TableTop aufgebaut war :)
Cooles Teil, wenn auch von der Technik her noch nicht ganz ausgereift (ist ja auch mehr zu Forschungszwecken) - ziemlich lustig :)
Tja, jetzt müssen wir uns nur noch überlegen, was für Studien wir jetzt damit durchführen... Vermutlich machen wir ein bisschen low-fidelity-prototyping und versuchen herauszufinden, was "natürliche" Gesten für Videoediting auf dem TableTop sind - und implementieren die dann fröhlich ;)
Für meinen HCI-Kurs muss ich ein "Projekt" machen. Dazu haben wir uns jetzt in einer Fünfergruppe zusammengetan.
Einer von uns arbeitet bei NewMIC und hat dort unter anderem mit TableTop Displays zu tun. In unserem Projekt wollen wir versuchen, für eine existierende Videoschnitt-Applikation auf dem DiamondTouch ein besseres Set von Gesten zu entwickeln.
Dafür werden wir erstmal ein paar User informell befragen, dann ein Gestenset implementieren und am Ende eine formellere Evaluation der verschiedenen Gestensets durchführen.
Klingt lustig, oder? Naja ;) - Aber es wird definitiv interessant, mal selbst Userstudien durchzuführen. In Darmstadt in Mensch-Computer-Interaktion haben wir nur drüber geredet, hier macht man's dann halt wirklich.
Letzte Woche hat uns einer unserer Profs erklärt, wie das Benotungsschema aussieht... "Erlaubt" wären danach dann Noten zwischen 1+ und 2- oder so... Aber er würde sich eigentlich wünschen, dass wir alle irgend eine Art von 1 bekommen - und solange wir es nicht wirklich darauf anlegen, würde das wohl auch funktionieren.
Ich habe die dumpfe Vermutung, dass das hier in den meisten Kursen so ist - der ist nur der einzige, der es ausspricht. Das kann aber - nebenbei gesagt - auch daran liegen, dass die Leute hier durchschnittlich ziemlich gut sind (mein persönlicher Eindruck), was wiederum daran liegen kann, dass der Bachelor hier 4 (!) Jahre dauert und man die zwei Jahre Master-Studium dann normalerweise eben nicht mehr hintendran hängt. Die Leute, die das dann tun - und die dann auch noch an der Uni angenommen werden - sind halt dann auch ziemlich gut ;)
Ich bin in meinem HCI-Kurs :)
Der verspricht, wie gesagt, viel Arbeit zu werden - und auch sehr interessant: die Leute, die da drinsitzen, kommen aus extrem unterschiedlichen Richtungen und haben tatsächlich etwas zu sagen.
Ich habe also eine Menge interessanter Diskussionen vor mir :)
Mein Kurs zu Human Computer Interaction heute war leider hoffnungslos überfüllt... Mindestens 30 Leute waren da, 20 ist das Maximum (da das wohl eher ein Seminar als ne Vorlesung ist).
Deshalb durften wir heute alle ein Formblatt ausfüllen, was unser bisheriger HCI background ist und so ;)
Ich hoffe nur, ich bleibe da drin - sonst kann ich mein Nebenfach MCI in Darmstadt leider abschreiben, weil Prof. Wandmacher dann emeritiert, bevor ich meine Stunden zusammenbekommen kann :(
Drückt mir also mal die Daumen!
Heute hatte ich jetzt meinen zweiten Studientag - und damit auch meine zweite Vorlesung ;)
Die Vorlesungen waren beide sehr viel partizipativer als in Deutschland - teilweise Frage-Antwortspielchen wie in der Schule, manchmal ein bisschen Diskussion im Kurs... definitiv ziemlich verschult.
Die Vorlesungen selbst waren bisher nicht unmäßig anspruchsvoll, allerdings muss man hier sehr viel mehr lesen als zu Hause - und zwar tatsächlich papers... Hier liest man halt ein paar Artikeln aus den 60ern und 70ern, wenn man über die Entwicklung der Programmiersprachen in dieser Zeit spricht... Ich muss bis Übermorgen noch ca. 80 Seiten lesen ;)
Mal sehen, wie es insgesamt so wird mit der Menge der Arbeit. Eigentlich ist jetzt grad noch alles recht entspannt. Wenn ich nur 90 Minuten pro Tag vorlesung habe, kann ich ja auch noch ein paar Stunden Lesen ohne Probleme dranhängen.
Jan hat sich ja ganz schön was zusammengestellt an Stundenplan...
Ich ja nicht so, aber uns wurde tausendmal versichert: "you don't want to take four courses".
Frage von irgendwem: "How dead will I be if I take..." (4 Kurse)
Antwort: "Very dead."
Also lassen wir uns überraschen ;) - aber Scott (ein älterer grad) hat uns erzählt, dass die Darmstädter letztes Jahr "viel zu viel" gearbeitet hätten ;)
Oh weia - aber andererseits: da bleibt dann wenigstens genug Zeit, um sich ein bisschen die Stadt und die Leute anzuschauen!
Ich habe gerade meine Wahl an Kursen für dieses Semester abgeschickt. Aus dieser Auswahl habe ich mir ausgesucht:
- Human Computer Interaction
- Topics in Programming Languages
- Operating Systems
Damit bin ich dann jeden Tag kurz in der Uni ;)
Oha... wieder einen harten Tag überstanden:
Ich musste schon um 11 in der Uni sein - um mir anzuhören, was für "Ressourcen" der Fachbereich für mich bietet.
Dann hatte ich drei Stunden frei (in der Zeit habe ich mir eine Library Card bei der städtischen Bibliothek abgeholt und zwei Bücher ausgeliehen).
Danach gab's dann endlich was zu futtern (free burgers!) und anschließend den Herrn der Ringe 2 von DVD mit Surround Sound in nem kleinen Hörsaal zu sehen :)
Mann mann das hat geschlaucht ;)
Gerade habe ich eine eMail von Joyce Poon bekommen, das ist sowas wie die oberste Ansprechpartnerin aller Grads im CS-Department (wenn ich das richtig begriffen habe ;).
Aus irgend einem Grund hatte sie uns Schreibtische im falschen Büroraum gegeben... Wir müssen also wohl umziehen. Na klasse - da werden ja wahrscheinlich noch die allerbesten Schreibtische frei sein in dem anderen Raum :(
Heute war der erste Tag der Computer-Science-Orientierung. Noch mehr Orientierungsveranstaltungen?! Nagut. Die einzelnen "Labs", also sowas wie Fachgebiete (nur dass die hier meist aus mehreren Professoren bestehen) haben sich kurz und überwiegend unterhaltsam vorgestellt, ca. eine Stunde lang - und dann kam der Bemerkenswerteste Teil des Tages:
Hab grad ne Webcam gefunden :)
Das ovale Gebäude in der Mitte ist das Chan Centre of Performing Arts (der Theater- und Konzertsaal der UBC, wirklich ziemlich cool ;)
Dahinter sieht man die English Bay (unseren Meerausläufer) und die Coast Mountains (unsere Berge)
Heute morgen war die im Titel erwähnte Session...
Zuerst sind wir nach Nachnamen in Gruppen aufgeteilt worden, und in den Gruppen wurden dann absolut nervige Kennenlernspiele gespielt (ich hasse Kennenlernspiele!).
Danach ging dann irgendwann (nach ner Stunde oder so...!) die eigentliche Session in einem recht großen Hörsaal los. Was einem zuerst ins Auge fällt: hier gibt es tatsächlich diese amerikanischen Stühle (wo jeder Stuhl einen kleinen Tisch rechts dranmontiert hat); dadurch scheint die Studentendichte insgesamt wesentlich geringer zu sein als bei uns (wirkt jedenfalls auf mich so).
Die Session:
Das Bild ist übrigens ganz in der Nähe des Informatik-Gebäudes aufgenommen.
Wir haben heute auch unsere Schluessel abgeholt. Wir kommen damit jederzeit in das CS-Gebaeude und dort in die wichtigen Raeume hinein :)
WLAN gibt's hier uebrigens tatsaechlich fast auf dem ganzen Campus (wirklich ueberall, nicht so wie in Darmstadt). Leider mag mein Notebook irgendwie nicht, aber das krieg ich schon noch in den Griff ;)